Der beste Portfolio-Tracker für US-Anleger
Worauf es bei einem Tracker wirklich ankommt
Lässt man die Funktionslisten beiseite, entscheiden vier Dinge darüber, ob dir ein Tracker über Jahre hilft und nicht nur ein paar Wochen.
Ein Einstandswert, auf den du dich verlassen kannst. Jeder Gewinn, den du jemals ausweist, wird an ihm gemessen. Kommt er nach einem Depotübertrag unvollständig an oder wird er nach einer Methode berechnet, die du nicht nachvollziehen kannst, zieht sich der Fehler durch alles, was darauf aufbaut.
Eine Rendite, die deine Einzahlungen berücksichtigt. Ein Tool, das nur den aktuellen Wert mit den Kosten vergleicht, meldet dir 12 % Plus, auch wenn der Großteil des Geldes erst letzten Monat eingezahlt wurde. Warum sich die beiden Renditen unterscheiden und wann, erklärt der Artikel Geldgewichtete vs. zeitgewichtete Rendite.
Ein Export, der funktioniert. Die Historie deines Portfolios wird mit der Zeit immer wertvoller und lässt sich nachträglich kaum rekonstruieren. Aus einem Tracker ohne Export kommst du nicht mehr heraus.
Ein Datenmodell, mit dem du dich wohlfühlst. Über diesen Punkt spricht die Branche selten. Um ihn geht es im nächsten Abschnitt.
Der Preis der Synchronisierung
Automatisches Synchronisieren funktioniert so: Du gibst einem Aggregator deine Zugangsdaten oder ein Token für dein Depot. Das Tool hat dann eine ständig aktualisierte, detaillierte Kopie deiner Positionen, Salden und Transaktionen.
Daran ist nichts Verwerfliches, und so funktioniert der Großteil der Branche. Drei Folgen solltest du aber kennen, denn meistens wird nur die Bequemlichkeit beworben:
- Jemand anderes kann deine gesamte finanzielle Lage einsehen, und zwar dauerhaft, nicht nur, wenn du dich anmeldest.
- Deine Daten sind nicht nur für dich wertvoll. Manche kostenlosen Tracker finanzieren sich über Werbung oder dadurch, dass sie dich an Beratungsangebote vermitteln. Beide Modelle funktionieren umso besser, je genauer sie deine Finanzen kennen. Unser Artikel über kostenlose vs. bezahlte Tracker stellt die vier Geschäftsmodelle vor und zeigt, was jedes davon von dir braucht.
- Bei einem Datenleck liegt dein komplettes Bild offen, nicht nur ein Ausschnitt.
Die Alternative ist ein Tool, das deine Daten überhaupt nicht lesen kann. Und das heißt zwangsläufig, dass es sich auch nicht mit deinen Konten verbinden kann. Für diesen Weg haben wir uns entschieden, und er hat Vor- und Nachteile.
Bevor du deine Zugangsdaten herausgibst
Entscheidest du dich für einen Tracker mit Synchronisierung (und für die meisten US-Anleger ist das die richtige Wahl), solltest du vorher fünf Fragen klären. Keine davon dauert lange, und später lassen sie sich alle schwerer stellen.
Wer betreibt die Verbindung eigentlich? Die meisten Tracker verbinden sich nicht selbst, sondern nutzen einen externen Aggregator. Deine Zugangsdaten oder dein Token liegen dann bei einer Firma, deren Name nirgends in der App steht.
Womit verdient der Anbieter sein Geld? Mit Abos, mit Werbung oder damit, dich an eine Beratung zu vermitteln. Jedes Modell braucht etwas anderes von dir, und die letzten beiden funktionieren umso besser, je mehr sie über dich wissen.
Was passiert, wenn du nicht mehr zahlst oder das Tool nicht mehr nutzt? Bleibt deine Historie erhalten, und kannst du sie in deinem Tarif exportieren?
Stammt der Einstandswert vom Anbieter oder von dir? Ein synchronisierter Wert, den der Aggregator berechnet, kann nach einem Depotübertrag unvollständig ankommen und lässt sich nicht immer rekonstruieren.
Wie entziehst du den Zugriff wieder? Das solltest du wissen, bevor du es brauchst, nicht erst danach.
Keine dieser Fragen ist ein Grund, auf die Synchronisierung zu verzichten. Sie entscheiden aber darüber, ob du dich bewusst auf diesen Tausch einlässt oder nur, weil es eben so voreingestellt ist.
Wo Turbobulls für US-Anleger schlecht passt
Das zuerst, weil es nützlicher ist als der Rest dieser Seite:
- Keine automatische Kontoverbindung. Du importierst Dateien: Du lädst eine Datei bei deinem Broker herunter und bei uns wieder hoch. Das ist eine Folge davon, dass deine Daten auf deinem Gerät verschlüsselt werden. Es ist keine unfertige Funktion, und es wird sich nicht ändern.
- Nur wenige US-Broker lassen sich direkt importieren. Interactive Brokers, Tastytrade und Charles Schwab gehören dazu, für Kryptowährungen außerdem Coinbase und Crypto.com. Für Fidelity, Vanguard, E-Trade und Robinhood gibt es keinen fertigen Import (Import-Adapter). Dort nutzt du den allgemeinen CSV-Import und ordnest die Spalten von Hand zu.
- Keine US-Steuerberichte. Kein Abgleich mit dem Formular 1099, keine Erfassung von Wash Sales und keine Wahl der Methode für den Einstandswert. Wir erfassen die zugrunde liegenden Daten, erstellen aber keine Steuerformulare.
- Unsere Steuerhinweise sind europäisch. Die Steuerartikel in diesem Hilfe-Center behandeln Deutschland und Rumänien. Auf die Fragen von Lesern aus den USA geben sie keine Antwort.
- Die Preise gelten in Euro, abgerechnet wird über Stripe.
Ist einer dieser Punkte für dich ein Ausschlusskriterium, dann völlig zu Recht. Mit einem Tracker aus den USA bist du dann besser bedient. Im Vergleich Turbobulls vs. Personal Capital (Empower) nehmen wir den bekanntesten davon unter die Lupe und zeigen, in welchen Fällen welches Tool die bessere Wahl ist.
Wo Turbobulls passt
Drei Fälle, in denen die Abwägung anders ausfällt:
Du hast Vermögen in mehr als einer Währung. Genau dafür ist Turbobulls von Grund auf gebaut: mehr als 30 Währungen, umgerechnet zum Wechselkurs des Handelstags. Den Währungsanteil einer Rendite kannst du von der Wertentwicklung des Vermögenswerts selbst trennen. US-Anleger mit internationalen Werten oder Amerikaner, die im Ausland leben, haben ständig damit zu tun, und die meisten US-Tools behandeln das Thema nur oberflächlich.
Dir ist lieber, dass niemand dein Portfolio lesen kann. Transaktionen werden auf deinem Gerät mit AES-256 verschlüsselt, bevor sie gespeichert werden. Auf dem Server liegen sie also nur verschlüsselt. Wir können dein Portfolio nicht lesen. Das ergibt sich aus der Architektur und ist kein bloßes Versprechen in einer Datenschutzerklärung. Mehr dazu im Artikel Warum Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wichtig ist.
Du nutzt Interactive Brokers, Tastytrade, Charles Schwab, Coinbase oder Crypto.com. Für jeden dieser Anbieter gibt es einen fertigen Import (Import-Adapter). Der Weg über Dateien kostet dich also kaum Aufwand. Der Artikel Interactive Brokers importieren führt dich durch den Export bei IBKR. Wie der Export bei Tastytrade, Schwab, Coinbase und Crypto.com funktioniert, zeigt dir der Import-Bildschirm. Die App ist vorerst auf Englisch. Optionen und Futures von Tastytrade sowie Optionen und Leerverkäufe von Schwab werden nicht als Positionen importiert, sondern als die Kontobewegungen, die sie ausgelöst haben.
Erst ansehen, dann anmelden
Das ganze Bild: Lies als Nächstes
Kostenlose vs. bezahlte Tracker - die vier Geschäftsmodelle hinter einem kostenlosen Tarif
Warum Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wichtig ist - was die Architektur tatsächlich bedeutet
Deinen Depotauszug lesen - welche Datei du herunterladen und aufbewahren solltest
Die britische Version dieses Artikels - ISA und SIPP, Einstandswert in GBP und US-Positionen
MWR vs. TWR - warum die Rendite deines Brokers von deiner eigenen abweicht
Häufige Fragen
F: Kann sich Turbobulls mit Schwab, Fidelity oder Robinhood verbinden?
Nein, und auch mit keinem anderen Broker. Der Import über Dateien ist so gewollt: Deine Daten werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie uns erreichen. Eine automatische Verbindung ist damit unmöglich und nicht bloß noch nicht gebaut. Für die Exporte von Interactive Brokers, Tastytrade, Charles Schwab, Coinbase und Crypto.com gibt es fertige Importe. Alles andere läuft über den allgemeinen CSV-Import, bei dem du die Spalten von Hand zuordnest.F: Hilft Turbobulls bei US-Steuern?
Nein. Es gibt keinen Abgleich mit dem Formular 1099, keine Prüfung nach der Wash-Sale-Regel und keinerlei Steuerformulare. Turbobulls erfasst den Einstandswert pro Kauf (Lot), realisierte und nicht realisierte Gewinne, Dividenden und Quellensteuer und exportiert all das in jedem Tarif. Das ist das Rohmaterial, nicht der fertige Bericht.F: Ist ein europäisches Tool für US-Anleger ein Problem?
Bei allem, was vom jeweiligen Land abhängt, ja, und das betrifft den größten Teil der Steuerfragen. Bei allem anderen, etwa der Messung der Wertentwicklung, dem Umgang mit mehreren Währungen und dem Einstandswert, macht es keinen Unterschied. Ein Vorteil ist es sogar, wenn du Werte außerhalb der USA hältst. Genau damit kommen Tools aus den USA meist am schlechtesten zurecht.F: Warum nicht einfach einen kostenlosen Tracker nutzen?
Oft ist das die richtige Wahl, wenn der kostenlose Tarif alles abdeckt, was du brauchst. Frag dich aber, welches Geschäftsmodell dahintersteckt. Werbefinanzierte Tracker und solche, die ihre Nutzer in eine Beratung lotsen, funktionieren beide umso besser, je mehr sie über dich wissen. Wer diesen Tausch bewusst eingeht, trifft eine vernünftige Entscheidung. Wer ihn nur hinnimmt, weil es so voreingestellt ist, eher nicht.Turbobulls dient der Vermögensübersicht und Analyse, bietet aber keine Anlageberatung. Nichts in diesem Artikel ist eine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Investieren ist mit Risiken verbunden, bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals. Recherchiere selbst oder wende dich an eine zugelassene Fachperson.
Wenn dieser Weg zu dir passt
Keine Kontoverbindungen, denn wir verschlüsseln dein Portfolio auf deinem Gerät und können es nicht lesen. Mehrere Währungen, richtig gerechnet, und dein Export liegt nie hinter einer Bezahlschranke.
- AES-256-Verschlüsselung auf deinem Gerät: Auf dem Server liegt dein Portfolio nur verschlüsselt
- Mehr als 30 Währungen, umgerechnet zum Wechselkurs des Handelstags
- Importe für Interactive Brokers, Tastytrade, Charles Schwab, Coinbase und Crypto.com, dazu der allgemeine CSV-Import
- Kostenloser Tarif ohne Kreditkarte und ohne Zeitlimit, innerhalb der veröffentlichten Grenzen
- Export in jedem Tarif, auch im kostenlosen, nie hinter einer Bezahlschranke
Anleitungen wie diese per E-Mail
Eine wichtige Kennzahl fürs Investieren - verständlich und gründlich erklärt. Der Newsletter erscheint auf Englisch. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick abmelden.
Weiterlesen
Eigene Vermögenswerte aus einer CSV- oder Excel-Datei importieren
Viele eigene Vermögenswerte auf einmal anlegen: einer pro Zeile in einer CSV- oder Excel-Datei, eine Prüfung, was dazukommt, dann ein Import. Kostenlos, solange dein Tarif Platz hat.
Mehrere Depots zusammenführen: die Checkliste
Eine Checkliste, mit der du mehrere Depots in einer Ansicht zusammenführst, ohne eine einzige Position zu übertragen. Was du brauchst, was schiefgehen kann und was du prüfen solltest.
Der beste Portfolio-Tracker für britische Anleger
Was britische Anleger von einem Tracker wirklich brauchen: Einstandswert in GBP, ISA und SIPP sauber getrennt und US-Positionen, deren Rendite mit dem Wechselkurs schwankt.