Realisierte vs. nicht realisierte Gewinne: Buchgewinn oder echtes Geld?
Die Definition in einem Satz
Turbobulls erfasst beide automatisch und zeigt dir, wie sie sich aufteilen. In deinem Portfolio ansehen →
Die Grundidee: zwei Anleger, dieselbe Aktie
Stell dir zwei Anleger vor, die jeweils 1.000 Stück derselben Aktie zu 50 Dollar pro Aktie gekauft haben.
Anleger A: am Höchststand verkauft
Die Aktie stieg auf 80. Alle Aktien verkauft. Realisierter Gewinn = 30.000. Das Geld liegt jetzt auf dem Konto, bereit zum Ausgeben oder Wiederanlegen. Dafür fällt dieses Jahr Steuer auf Kursgewinne an.Anleger B: hält noch
Die Aktie stieg auf 80 und fiel dann zurück auf 55. Hält noch alle Aktien. Nicht realisierter Gewinn = 5.000 (am Höchststand waren es 30.000). Keine Steuer fällig. Der Kurs kann wieder steigen oder weiter fallen.Anleger A hat 30.000 echtes Geld gesichert. Anleger B hat 5.000 auf dem Papier, die bis zum Börsenschluss morgen verschwunden sein können. Das sind zwei verschiedene Arten von Vermögen, obwohl beide genau gleich angefangen haben.
Was das Label Portfolio bedeutet
Sowohl der realisierte als auch der nicht realisierte Gewinn tragen das Label Portfolio. Die App ist vorerst auf Englisch.
Das heißt, sie betrachten nur deine Anlageaktivität:
- Realisierter Gewinn: Gewinne und Verluste aus Positionen, die du tatsächlich geschlossen hast.
- Nicht realisierter Gewinn: Buchgewinne auf Positionen, die du gerade hältst, zu den heutigen Kursen.
Beide werden in der Währung deines Workspace ausgewiesen, Wechselkurseffekte erscheinen als eigener Bestandteil.
Warum der Unterschied wichtig ist
Steuern
Realisierte Gewinne sind meist in dem Jahr steuerpflichtig, in dem du verkaufst. Nicht realisierte Gewinne können ungehindert wachsen, solange du die Position hältst. Auf dieser einen Asymmetrie beruht steuerbewusstes Investieren:
- Halte Gewinner lange, um die Steuer aufzuschieben (oft kommst du so auch in den Genuss niedrigerer Sätze für langfristige Gewinne).
- Nutze Verluste, indem du Verlierer verkaufst und sie mit Gewinnen verrechnest.
- Verkaufe nicht nur, um Gewinne zu „sichern“, wenn du das Geld sofort wieder anlegst. Dann hat sich nur eines geändert: deine Steuerrechnung.
Risiko
Nicht realisierte Gewinne können verschwinden, realisierte nicht. Die psychologische Falle: Anleger behandeln nicht realisierte Gewinne wie „geschenktes Geld“ und gehen nach einem starken Anstieg mehr Risiko ein. Dreht der Markt dann, ist der Gewinn weg, und sie stehen schlechter da als vorher.
Mentale Buchführung
Der klassische Fehler: nicht realisierte Gewinne ausgeben. „Mein Portfolio liegt dieses Jahr 50.000 im Plus, da gönne ich mir einen Urlaub.“ Aber die 50.000 stehen nur auf dem Papier und sind nächsten Monat vielleicht nicht mehr da. Willst du das Geld ausgeben, verkaufe zuerst und gib es dann aus. Verplane kein Vermögen, das nur auf dem Papier existiert.
So berechnet Turbobulls beide
Ganz einfach gesagt: Turbobulls erfasst jede Transaktion und ordnet ihr Ergebnis dem richtigen Topf zu. Verkäufe erzeugen realisierte Gewinne, aktuelle Positionen zeigen nicht realisierte Gewinne auf Basis des heutigen Marktwerts. Der Bereich Performance im Portfolio zeigt beides, als Gewinne aus noch gehaltenen und aus bereits verkauften Positionen.
So setzt sich deine Rendite zusammen
Seit dem ersten KaufRealisierter Gewinn = Summe von (Verkaufskurs − Kaufkurs) × verkaufte Stück über alle geschlossenen Käufe
Nicht realisierter Gewinn = Summe von (aktueller Kurs − Kaufkurs) × gehaltene Stück über alle offenen Käufe
Kursgewinn. (aktueller Kurs - Kaufkurs) × Stückzahl, zum heutigen Wechselkurs in die Währung des Workspace umgerechnet.
Währungsgewinn. (aktueller Wechselkurs - ursprünglicher Wechselkurs) × Kaufkurs × Stückzahl. Das ist der reine Wechselkursanteil.
Über alle Käufe summieren. Offene Käufe fließen in den nicht realisierten Gewinn, geschlossene Käufe in den realisierten Gewinn.
Wann welcher Gewinn zählt
- der Steuerplanung zum Jahresende. Die realisierten Gewinne bestimmen deine Steuerrechnung für dieses Jahr.
- der Planung deines Cashflows. Verkaufte Positionen = verfügbares Geld, das du einsetzen kannst.
- der Bewertung von Verkäufen. War dieser Ausstieg gut oder schlecht? Der realisierte Gewinn gibt die Antwort.
- der Verrechnung von Verlusten. Nutze realisierte Verluste, um realisierte Gewinne auszugleichen.
- der Analyse deiner aktuellen Positionen. Was funktioniert gerade in deinem Portfolio?
- der Einschätzung deines Risikos. Ein großer nicht realisierter Gewinn = viel zu verlieren, wenn die Märkte drehen.
- Entscheidungen zum Rebalancing. Solltest du eine Position verkleinern, die überproportional gewachsen ist?
- einem langen Anlagehorizont. Nicht realisierte Gewinne wachsen mit Zinseszins steuerfrei, bis du verkaufst.
Das ganze Bild: realisiert und nicht realisiert zusammen
Gesamtgewinn = realisiert + nicht realisiert + Erträge - Steuern - Gebühren. Jeder Teil beantwortet eine andere Frage:
ROI (open) - deine nicht realisierte Rendite auf das Kapital, das du gerade investiert hast
Rendite seit Beginn (Lifetime ROI) - die vollständige Rendite aus realisierten und nicht realisierten Gewinnen
Kosteneffizienz - wie viel von deinen Gewinnen nach Gebühren und Steuern übrig bleibt
Aktiensplits - das Ereignis, das deinen Einstandskurs pro Aktie unbemerkt verändert
Verwechsle Buchgewinne nicht mehr mit echten Gewinnen
Turbobulls trennt realisierte und nicht realisierte Gewinne automatisch und weist bei Portfolios in mehreren Währungen die Währungseffekte gesondert aus. Plane deine Steuern, bewerte Ausstiege und mach dein Rebalancing mit klarem Blick.
- Realisierte und nicht realisierte Gewinne für jede Position, automatisch erfasst
- Kurs- und Währungsgewinn getrennt, für Klarheit bei mehreren Währungen
- Daten für die Steuerplanung zum Jahresende, bereit zum Export
- Aufschlüsselung nach Broker und Anlage, um Ausstiege zu analysieren
- Portfolios in mehreren Währungen, von Haus aus unterstützt
- Keine Rechenarbeit von Hand: Verkauf erfassen, aktuelle Kennzahlen sehen
Anleitungen wie diese per E-Mail
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