Portfolio-Performance verstehen: Wissen statt raten
Aber es ist so: Dein Kontostand führt dich in die Irre.
Diese +$5.000 können eine starke Performance sein oder einfach dein eingezahltes Gehalt. Ohne richtige Performance-Messung tappst du im Dunkeln, auch wenn du dabei lächelst. Die gute Nachricht? Sobald du eine Handvoll wichtiger Kennzahlen verstehst, weißt du genau, wie sich deine Geldanlagen entwickeln. Keine Verwirrung mehr. Kein Rätseln mehr, ob du wirklich gut darin bist oder einfach nur Glück hast. Und die noch bessere Nachricht? Turbobulls übernimmt die aufwendige Rechenarbeit für dich. Trotzdem lohnt es sich zu verstehen, was im Hintergrund passiert. Genau das unterscheidet Gelegenheitsanleger von Anlegern, die wissen, was sie tun.Was du hier lernst (ohne die langweiligen Teile)
Die Kennzahlen, die zählen
Einfacher ROI, geldgewichtete Rendite, realisierte und nicht realisierte Rendite, Trefferquote offener Positionen: Wir räumen mit dem Fachjargon auf und zeigen dir, auf welche Zahlen du wirklich achten solltest.Was deine Rendite wirklich beeinflusst
Spoiler: Es geht nicht nur darum, ob Aktien steigen oder fallen. Steuern, Inflation und Timing spielen eine riesige Rolle.Turbobulls nutzen wie ein Profi
Wir zeigen dir genau, wo du hinschauen musst und was das alles für dein tatsächliches Vermögen bedeutet.Wann du dir Sorgen machen solltest (und wann du feiern kannst)
Lerne, echte Signale vom Rauschen zu unterscheiden, und triff Entscheidungen auf Basis der tatsächlichen Performance statt aus dem Bauch heraus.Turbobulls berechnet jede Kennzahl aus dieser Anleitung automatisch. So funktioniert es →
Das Wichtigste vorweg
Bevor wir in einzelne Kennzahlen einsteigen, hier der Grundgedanke, der alles verändert:
Verschiedene Fragen brauchen verschiedene Kennzahlen.
- „Wie viel habe ich insgesamt verdient?“ → Gesamtrendite
- „Wie viel habe ich tatsächlich gesichert?“ → Realisierte Rendite
- „Investiere ich zum richtigen Zeitpunkt?“ → Geldgewichtete Rendite (MWR)
- „Wie viel Prozent meiner Trades sind Gewinner?“ → Trefferquote offener Positionen (Open Win Rate)
- „Wie stehen meine Positionen gerade da?“ → Nicht realisierte Rendite
Einfacher ROI: Hier fangen alle an
Fangen wir mit den Grundlagen an. Denn ehrlich gesagt meinen 90 % der Leute genau das, wenn sie fragen: „Wie viel habe ich verdient?“Die Formel (nicht weglaufen)
Rendite = (Was du jetzt hast - Womit du angefangen hast) / Womit du angefangen hast × 100 %
Ein echtes Beispiel (denn Mathe braucht Kontext)
Du hast Aktien für $5.000 gekauft. Jetzt sind sie $6.250 wert.
Rendite = ($6.250 - $5.000) / $5.000 × 100 % = 25 %
Glückwunsch! Du hast 25 % gemacht.
Wann der einfache ROI wirklich funktioniert
Perfekt für:
-
Einmalige Einzelinvestitionen
-
Keine zusätzlichen Einzahlungen oder Entnahmen
-
Kurze Zeiträume (unter einem Jahr)
-
Schnelle Plausibilitätsprüfungen
Ungeeignet für:
-
Regelmäßige Einzahlungen (401k, monatliches Investieren)
-
Den Vergleich von Investitionen über unterschiedliche Zeiträume
-
Alles mit komplexen Geldflüssen
-
Die Frage, ob du wirklich ein guter Anleger bist
Der „Aha!“-Moment
Jetzt wird es interessant. Zwei Szenarien:
Anleger A:
-
Zahlt $10.000 ein
-
Ein Jahr später: $11.000
-
Einfacher ROI: 10 %
Anleger B:
-
Zahlt $10.000 ein
-
Legt jeden Monat $1.000 nach
-
Ein Jahr später: $23.000
-
Einfacher ROI: 130 % (!)
Wenn dein Portfolio kompliziert wird (Spoiler: sofort)
Das echte Leben ist chaotisch. Du investierst nicht einmal und lässt es dann liegen. Du:
-
Zahlst Geld ein, wenn dein Gehalt kommt
-
Hebst für Notfälle Geld ab
-
Legst Dividenden wieder an
-
Verkaufst vielleicht in Panik und bereust es später (das kennen wir alle)
Jetzt wird es spannend.
Das Problem mit Einzahlungen
Stell dir vor, du startest mit $10.000 und beendest das Jahr mit $16.000. Klingt nach 60 % Rendite!Aber Moment ... du hast im Juni $5.000 eingezahlt. Tatsächlich ist also Folgendes passiert:
-
Deine Investition ist von $10.000 → $11.000 gewachsen (vor der Einzahlung)
-
Dann hast du $5.000 eingezahlt
-
Die zusammen $16.000 sind gewachsen auf ... $16.000
Deine tatsächliche Rendite? Vielleicht 10 %. Das ist etwas ganz anderes als 60 %.
Auftritt: die geldgewichtete Rendite (dein neuer bester Freund)
Die geldgewichtete Rendite (auch IRR genannt, Internal Rate of Return oder interner Zinsfuß) ist die Retterin in der Not. Sie fragt: „Welche gleichmäßige Rendite würde zu meinem Endstand führen, wenn man alle meine Einzahlungen und Entnahmen berücksichtigt?“Eine Geschichte über Timing
Das sind Sarah und Mike. Beide haben $20.000, die sie im Lauf eines Jahres investieren:
Sarahs Weg:
-
Januar: Investiert $5.000 (Markt bei $100/Aktie = 50 Aktien)
-
Der Markt fällt um 30 % auf $70/Aktie
-
Juli: Investiert $15.000 (bei $70/Aktie = 214 Aktien)
-
Dezember: Der Markt erholt sich auf $100/Aktie
-
Aktien insgesamt: 264, Wert $26.400
Mikes Weg:
-
Januar: Investiert $15.000 (Markt bei $100/Aktie = 150 Aktien)
-
Der Markt fällt um 30 % auf $70/Aktie
-
Juli: Investiert $5.000 (bei $70/Aktie = 71 Aktien)
-
Dezember: Der Markt erholt sich auf $100/Aktie
-
Aktien insgesamt: 221, Wert $22.100
Dieselbe Marktbewegung. Dieselbe Summe investiert ($20.000). Aber:
-
Sarahs MWR: etwa +32 % (sie hat im Tief kräftig nachgekauft)
-
Mikes MWR: etwa +11 % (er hat am Hoch kräftig investiert)
Deshalb zählt die MWR. Sie zeigt, ob du beim Investieren ein gutes (oder schlechtes) Timing hast. Sarah hatte keine besseren Aktien, sie hatte das bessere Timing.
Schluss mit dem Ausrechnen der MWR von Hand
Die Mathematik hinter der geldgewichteten Rendite
Okay, für alle, die unter die Haube schauen wollen (überspring diesen Teil, wenn dir bei Formeln flau wird):Die MWR sucht den Zinssatz, bei dem diese Gleichung aufgeht:
0 = Anfangsinvestition + Geldfluss 1/(1+MWR)^t1 + Geldfluss 2/(1+MWR)^t2 + ... + Endwert/(1+MWR)^tn
Dabei gilt:
-
Die Anfangsinvestition ist negativ (Geld fließt ab)
-
Weitere Einzahlungen sind negativ
-
Entnahmen sind positiv
-
Der Endwert ist positiv
Übersetzt heißt das: Bei welchem Zinssatz gleichen sich alle deine Ein- und Auszahlungen genau mit deinem aktuellen Portfoliowert aus?
Keine Sorge, das rechnest du nie von Hand aus. Selbst Excel tut sich damit schwer. Deshalb erledigt Turbobulls das automatisch.Trefferquote offener Positionen: Wählst du die richtigen Gewinner?
Eine der anschaulichsten Kennzahlen in Turbobulls ist die Trefferquote offener Positionen (Open Win Rate), also der Anteil deiner derzeit offenen Positionen, die im Gewinn liegen. Die Karte All figures (alle Kennzahlen) auf der Seite Overview (Übersicht) zeigt sie als Holdings in profit (Positionen im Plus), in jedem Tarif. Warum eine hohe Quote keine guten Renditen garantiert, erklärt der Artikel Trefferquote offener Positionen erklärt ausführlicher.Was sie dir sagt
Trefferquote offener Positionen = (Anzahl offener Positionen im Gewinn / Anzahl aller offenen Positionen) × 100 %
Beispiel:
-
Du hast 20 offene Positionen
-
14 davon liegen gerade im Plus
-
Deine Trefferquote offener Positionen: 70 %
Warum das wichtig ist
Die MWR zeigt dir deine Gesamtperformance, die realisierte Rendite das, was du gesichert hast. Die Trefferquote offener Positionen liefert dir dazu einen schnellen Gesundheitscheck für dein aktuelles Portfolio. Eine hohe Trefferquote deutet darauf hin, dass deine Aktienauswahl oder dein Timing gut funktioniert.So deutest du die Trefferquote:
-
80 %+: Herausragend, die meisten Positionen sind Gewinner
-
60-80 %: Stark, du wählst gut aus oder dein Timing stimmt
-
40-60 %: Durchschnittlich, normal für breit gestreute Portfolios
-
Unter 40 %: Bedenklich, deine Strategie gehört vielleicht auf den Prüfstand
Die Trefferquote gezielt nutzen
Verfolge deine Trefferquote offener Positionen über die Zeit und nach Segmenten:- Nach Anlageart: Schneiden deine Aktien besser ab als deine ETFs? Wie schlagen sich deine Einlagen im Vergleich zu deinen Fonds?
- Nach Broker: Führt das Research einer Plattform zu einer besseren Auswahl?
- Nach Strategie-Tag: Schlägt deine #growth-Strategie #value? Und wie steht es um #dividend gegen #momentum?
- Nach Zeitraum:
- Eröffnungsdatum des Kaufs: Laufen Positionen, die du dieses Jahr eröffnet hast, besser als die vom letzten Jahr?
- Nach Status des Kaufs: Vergleiche abgeglichene Positionen, also die, die du schon mit deinem Broker abgeglichen hast, mit denen, die du noch prüfen musst
- Eigene Filter über mehrere Dimensionen: Kombiniere beliebige Kriterien, zum Beispiel „abgeglichene Käufe von Tech-Aktien, eröffnet 2024 über Interactive Brokers, mit dem Tag #longterm“
Realisierte und nicht realisierte Rendite: das ganze Bild
Eine der stärksten Funktionen von Turbobulls ist die Aufteilung in realisierte und nicht realisierte Rendite. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um deine tatsächlichen Gewinne zu verstehen.Der entscheidende Unterschied
Realisierte Rendite: Gewinne (oder Verluste) aus Positionen, die du geschlossen hast. Das ist echtes Geld, das du abheben oder wieder anlegen kannst.
Nicht realisierte Rendite: Buchgewinne (oder -verluste) aus Positionen, die du noch hältst. Sie können sich bis zum Verkauf noch ändern.
Warum das wichtig ist
Viele Anleger feiern nicht realisierte Gewinne und vergessen dabei, dass sie diesen Gewinn noch gar nicht gesichert haben. Die Marktlage kann sich ändern. Turbobulls zeigt dir beides, damit du weißt:-
Wie viel Gewinn du tatsächlich gesichert hast (realisiert)
-
Wie viel noch im Markt auf dem Spiel steht (nicht realisiert)
-
Wie hoch deine Gesamtrendite aus beidem ist
Die Aufschlüsselung
Im Bereich Performance des Portfolios schlüsselt „What the return is made of“ (woraus sich die Rendite zusammensetzt) deine Rendite auf in:
-
Kursgewinn: Kurssteigerung oder -rückgang, bei gehaltenen und bereits verkauften Positionen
-
Währungsgewinn: Wechselkurseffekte, getrennt vom Kursgewinn ausgewiesen mit einem bezahlten Tarif, der den Anlagebereich enthält
-
Erträge: Dividenden und Zinszahlungen
Beispiel:
-
Realisierter Kursgewinn: +$1.200 (aus verkauften Positionen)
-
Nicht realisierter Kursgewinn: +$1.600 (aus aktuellen Positionen)
-
Kursgewinn insgesamt: +$2.800
Was deine Rendite wirklich beeinflusst
Jetzt zu den Überraschungen. Deine Portfolio-Rendite folgt nicht einfach der Regel „Aktien steigen, Zahl wird größer“. Im Hintergrund wirken ständig mehrere Faktoren mit:Kursrendite und Gesamtrendite
Kursrendite: Nur Kursgewinne (Veränderungen des Aktienkurses)
Gesamtrendite: Kursgewinne + Währungsgewinne + Dividenden und Ausschüttungen - Gebühren und Steuern
Viele Anleger starren auf Aktienkurse und ignorieren Dividenden. Ein großer Fehler: Über lange Zeiträume können Dividenden 30-50 % der Gesamtrendite ausmachen.Die Inflation frisst mit
Eine bittere Wahrheit: 7 % Rendite bei 3 % Inflation sind in Wirklichkeit nur 4 % mehr Kaufkraft.Nominale Rendite: Was dein Konto anzeigt
Reale Rendite: Was du dir tatsächlich davon kaufen kannst
Formel:
Reale Rendite = [(1 + Nominale Rendite) / (1 + Inflationsrate)] - 1
Beispiel:
-
Dein Portfolio: +10 %
-
Inflation: 4 %
-
Reale Rendite: [(1,10) / (1,04)] - 1 = 5,77 %
Das Finanzamt verdient immer mit
Wenn du nicht über ein steuerbegünstigtes Konto investierst, will der Fiskus seinen Anteil.Rendite nach Steuern = Gesamtrendite × (1 - Steuersatz)
Wie viel das ausmacht, hängt stark ab von:
-
der Kontoart (steuerpflichtig, IRA, 401k)
-
der Anlageart (Aktien, Anleihen, Krypto)
-
der Haltedauer (lang- oder kurzfristige Kursgewinne)
-
deinem Einkommen und Steuersatz
Währungseffekte (für internationale Anleger)
Du hast ausländische Aktien gekauft? Dann kommen Wechselkursschwankungen als weitere Ebene dazu:
Lokale Rendite: Die Entwicklung der Aktie in ihrer Heimatwährung
Währungsrendite: Veränderungen des Wechselkurses
Deine Gesamtrendite: Die Kombination aus beidem
Beispiel:
-
Du kaufst japanische Aktien
-
Die Aktien legen in Yen um 8 % zu
-
Der Yen verliert gegenüber dem Dollar 5 %
-
Deine Rendite: etwa 2,6 %
Ein praktisches Beispiel: dein Turbobulls-Dashboard lesen
Gehen wir ein echtes Szenario durch und schauen, wie Turbobulls alles zusammenführt. Die App ist vorerst auf Englisch.Deine Anlagegeschichte
Januar 2024: Start mit $20.000
März 2024: Der Markt gab nach, du hast $5.000 nachgelegt
April 2024: Einige Tech-Aktien für $3.500 verkauft (Einstandswert $3.000)
Juni 2024: $400 Dividende erhalten (automatisch wieder angelegt)
September 2024: $3.000 für eine Autoreparatur entnommen (Positionen mit Verlust verkauft, -$200)
Dezember 2024: Portfoliowert $24.800
Was dein Dashboard zeigt
In Turbobulls zeigt der Bereich Performance des Portfolios diese wichtigen Kennzahlen, die Zeilen zu Währung und Steuern mit einem bezahlten Tarif:
Portfolio-Überblick:
-
Investiertes Kapital: $25.000 (was du für die Positionen bezahlt hast, die du noch hältst)
-
Marktwert: $24.800
-
Gesamtrendite: +$2.800 (+11,2 %)
Performance-Kennzahlen:
-
Geldgewichtete Rendite (MWR): +12,3 %
-
Annualisierte MWR: +12,1 %
-
Trefferquote offener Positionen: 65 % (13 von 20 offenen Positionen liegen im Gewinn)
Aufschlüsselung der Rendite:
-
Gesamtrendite: +$2.800
-
Realisierte Rendite: +$300 (aus geschlossenen Positionen)
-
Nicht realisierte Rendite: +$2.500 (aus aktuellen Positionen)
Analyse der Bestandteile:
-
Kursgewinn: +$2.300
-
Realisiert: +$500 (aus den Verkäufen im April)
-
Nicht realisiert: +$1.800 (aktuelle Positionen)
-
Währungsgewinn: +$100 (aus ausländischen Aktien)
-
Erträge: +$400 (Dividenden)
Kosten:
-
Gebühren: -$75 (Broker-Provisionen)
-
Steuern: -$125 (pro Transaktion erfasst)
So setzt sich deine Rendite zusammen
Seit dem ersten KaufSo deutest du die Zahlen
Mit einer MWR von 12,3 % entwickeln sich deine Geldanlagen gut. Deine Trefferquote offener Positionen von 65 % zeigt, dass die meisten deiner aktuellen Positionen im Gewinn liegen. Ein gesundes Zeichen. Realisiert hast du bisher nur $300 an Gewinnen (aus Verkäufen), während $2.500 noch nicht realisiert sind. Der Großteil deines Gewinns steht also noch „auf dem Papier“ und kann schwanken. Der Verkauf im April hat sich gelohnt (+$500 realisierter Kursgewinn), die Notfall-Entnahme im September brachte dagegen einen kleinen Verlust (-$200). Dieses Timing hat deine Gesamtrendite leicht beeinflusst.Analyse nach Segmenten
Mit Turbobulls kannst du diese Daten auf verschiedene Arten aufschlüsseln:Nach Anlageart:
- Aktien: +15 % MWR
- ETFs: +8 % MWR
- Fonds: +6 % MWR
- Einlagen: +3 % MWR
Nach Broker:
-
Broker A: +14 % MWR, $50 Gebühren
-
Broker B: +10 % MWR, $25 Gebühren
Nach Währung:
-
Positionen in USD: +12 % Rendite
-
Positionen in EUR: +8 % Rendite + 2 % Währungsgewinn
Nach Tag:
-
#tech: +18 % Rendite
-
#dividend: +9 % Rendite
-
#longterm: +11 % Rendite
Finde heraus, welche Strategien wirklich funktionieren
Schau über die Kennzahlen deines Gesamtportfolios hinaus. Die Analyse von Turbobulls über mehrere Dimensionen zeigt dir Muster in der Performance über Anlagen, Broker, Währungen und eigene Segmente hinweg. Erkenntnisse, die deine Entscheidungen verändern.
- Performance aufgeschlüsselt nach Anlage, Broker, Art (Aktien, ETFs, Fonds, Einlagen) und Währung
- Strategien über eigene Tags verfolgen
- Vergleiche über alle Dimensionen
- Erkenne sofort, welche Ansätze sich am meisten lohnen
Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)
Fehler 1: Einzahlungen als Rendite feiern
Der Fehler: „Mein Portfolio liegt dieses Jahr $10.000 im Plus!“
Die Realität: Du hast $8.000 eingezahlt. Deine Geldanlagen sind um $2.000 gewachsen.
Die Lösung: Schau immer auf die prozentuale Rendite, nicht nur auf Dollarbeträge. Turbobulls trennt Einzahlungen automatisch von Gewinnen.
Fehler 2: Inflation ignorieren
Der Fehler: „Ich habe letztes Jahr 6 % gemacht, läuft super!“
Die Realität: Die Inflation lag bei 5 %. Du hast gerade so mitgehalten.
Die Lösung: Schau auf deine Rendite nach Inflation. Für eine einmal investierte Summe gilt: reale Rendite = [(1 + Rendite) / (1 + Inflationsrate)] - 1. Für eine schnelle Schätzung kannst du die Inflation einfach von deiner Rendite abziehen, das wird bei höheren Raten aber ungenauer. Hast du über die Zeit Geld eingezahlt, ist die Formel für die MWR nur eine Näherung, weil jede Einzahlung eine andere Inflationsphase erlebt hat. Mit Turbo Pro rechnet Turbobulls das für dich aus: Es zeigt TWR, MWR und annualisierte MWR nach Inflation, sofern deine Anzeigewährung einen offiziellen Preisindex hat. Bei der MWR wird jede Einzahlung und Entnahme ab ihrem eigenen Datum bereinigt. Mehr dazu unter Inflation erklärt.
Fehler 3: Steuern vergessen
Der Fehler: Renditen vor Steuern zwischen steuerpflichtigen Konten und Altersvorsorgekonten vergleichen.
Die Realität: Die 15 % auf deinem steuerpflichtigen Konto sind nach Steuern vielleicht nur 12 %, während dir die 12 % in deinem Roth IRA komplett gehören.
Die Lösung: Erfasse Konten getrennt und denk an die steuerlichen Folgen. Mit Turbobulls kannst du jedes Konto als eigenen Broker führen und Transaktionen mit Tags versehen, damit deine Analyse genauer wird.
Fehler 4: Kurzfristiges Denken
Der Fehler: Wegen monatlicher Renditen in Panik geraten.
Die Realität: Schwankungen am Markt sind normal. Was zählt, ist die Performance über mehrere Jahre.
Die Lösung: Schau auf rollierende 12-Monats-Renditen statt auf einzelne Monate. Turbobulls bietet Ansichten der historischen Performance, die das Rauschen glätten.
Fehler 5: Kein Vergleich mit einer Benchmark
Der Fehler: „Ich habe dieses Jahr 8 % MWR gemacht, ich bin ein Genie!“
Die Realität: Der S&P 500 brachte 15 %. Du hast schlechter abgeschnitten.
Die Lösung: Vergleiche deine Renditen immer mit passenden Benchmarks. Das musst du nicht von Hand machen: Wähle im Performance-Diagramm im Portfolio einen Index, und Turbobulls stellt deine zeitgewichtete Rendite über denselben Zeitraum neben die des Index. So siehst du, ob deine Aktienauswahl einen Mehrwert bringt.
Die richtige Kennzahl für deine Frage
Hier deine schnelle Entscheidungshilfe:
Tipps für Fortgeschrittene
Tipp 1: Nutze Tags und gespeicherte Ansichten für bessere Analysen
Versieh die Transaktionen jedes Ansatzes mit Tags, zum Beispiel:
-
Langfristige Positionen und Trading-Positionen
-
Verschiedene Strategien (Wachstum oder Dividende)
-
Altersvorsorge- und steuerpflichtige Konten (oder führe jedes Konto als eigenen Broker)
Filtere dann das Portfolio nach Tag oder Broker und speichere die Kombination als View (gespeicherte Ansicht). So siehst du, welche Ansätze wirklich funktionieren.
Tipp 2: Analysiere die Performance nach Anlageart
Finde heraus, welche Anlagearten deine Rendite tragen. Schneiden deine Aktien besser ab als deine ETFs? Solltest du mehr in Fonds umschichten oder mehr in Einlagen halten? Turbobulls schlüsselt die Performance nach Art auf (Aktien, ETFs, Fonds, Einlagen usw.) und hilft dir so, klug umzuschichten.Tipp 3: Exportieren für die Steuer
Mit den CSV- und Excel-Exporten von Turbobulls gibst du deiner Steuerberatung jede einzelne Transaktion. Alle Verkäufe, Dividenden und Daten in einer sauberen Datei sparen dir in der Steuerzeit Stunden.Zum Schluss: von Daten zu Entscheidungen
Kennzahlen zur Portfolio-Performance zu verstehen heißt nicht, ein Mathe-Genie zu werden. Es geht um Klarheit.Wenn du weißt,
-
was du tatsächlich verdient hast (und nicht nur eingezahlt),
-
warum diese Renditen entstanden sind (Timing, Markt, Strategie),
-
wie Inflation und Steuern dein echtes Vermögen beeinflussen
-
und ob du deine Ziele erreichst,
... dann triffst du überlegte Entscheidungen, statt emotional zu reagieren.
Turbobulls kümmert sich um die Komplexität. Du kümmerst dich um die Strategie. Langfristig erfolgreich sind nicht die Anleger mit den ausgefallensten Taktiken oder den heißesten Tipps. Erfolgreich sind die, die ihre Zahlen verstehen, daraus lernen und entsprechend nachsteuern.Jetzt gehörst du dazu.
Portfolio-Analysen auf professionellem Niveau
Turbobulls bietet dir ausgefeilte Werkzeuge zur Performance-Messung, die früher nur professionellen Vermögensverwaltern zur Verfügung standen. Jetzt auch für Privatanleger, die Präzision und Klarheit wollen.
- Automatische Berechnung der MWR und der annualisierten Rendite
- Realisierte und nicht realisierte Rendite mit Aufschlüsselung nach Bestandteilen
- Performance-Analyse über mehrere Dimensionen (Anlage, Broker, Art, Währung, Tag)
- Trefferquote offener Positionen über alle Positionen, mit jeder Kursaktualisierung neu berechnet
- Umfassende Erfassung von Gebühren und Steuern pro Transaktion
- Keine Handrechnung und keine Tabellen, die du pflegen musst
Häufige Fragen
F: Muss ich wirklich all diese verschiedenen Kennzahlen verfolgen?
Nicht unbedingt. Investierst du nach dem Buy-and-Hold-Prinzip mit einfachen Geldflüssen, reichen die geldgewichtete Rendite und die Gesamtrendite wahrscheinlich aus. Wenn du alle Kennzahlen zur Hand hast, verstehst du bestimmte Situationen aber besser.F: Welche Rendite sollte ich nehmen, um mich mit dem S&P 500 zu vergleichen?
Die geldgewichtete Rendite (MWR). Denk aber daran, dass sie deine Timing-Entscheidungen enthält. Willst du nur dein Können bei der Aktienauswahl betrachten, getrennt von deinem Timing, musst du dir die zeitgewichtete Rendite ansehen.F: Was ist der Unterschied zwischen realisierter und nicht realisierter Rendite?
Realisierte Renditen stammen aus Positionen, die du geschlossen hast, es sind also tatsächlich gesicherte Gewinne oder Verluste. Nicht realisierte Renditen stammen aus Positionen, die du noch hältst, es sind also Buchgewinne oder -verluste, die sich noch ändern können. Turbobulls zeigt beides, damit du weißt, was du gesichert hast und was noch auf dem Spiel steht.F: Was sagt mir die Trefferquote offener Positionen?
Sie ist der Anteil deiner derzeit offenen Positionen, die im Gewinn liegen. Eine Trefferquote von 70 % heißt, dass 70 % deiner Positionen im Plus sind. Sie ist ein schneller Gesundheitscheck für dein aktuelles Portfolio, sollte aber immer zusammen mit den tatsächlichen Renditebeträgen betrachtet werden.F: Mein Konto zeigt eine andere Rendite als Turbobulls. Warum?
Dein Broker verwendet vielleicht den einfachen ROI oder lässt bestimmte Transaktionen weg. Turbobulls verwendet umfassendere Methoden (MWR), die alle Geldflüsse berücksichtigen. Unsere Zahlen sind in der Praxis deshalb in der Regel genauer.F: Wie oft sollte ich meine Performance prüfen?
Für langfristiges Investieren reicht einmal im Quartal völlig aus. Wer häufiger nachschaut, trifft leicht emotionale Entscheidungen aufgrund ganz normaler Marktschwankungen.F: Kann ich den Berechnungen von Turbobulls vertrauen?
Auf jeden Fall. Wir verwenden branchenübliche Formeln (dieselben, die institutionelle Anleger und Finanzberater verwenden). Du kannst jede Berechnung überprüfen, indem du dir die Transaktionshistorie ansiehst und selbst nachrechnest, auch wenn wir das nicht empfehlen. Dafür sind wir ja da.Anleitungen wie diese per E-Mail
Eine wichtige Kennzahl fürs Investieren - verständlich und gründlich erklärt. Der Newsletter erscheint auf Englisch. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick abmelden.
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Eigene Vermögenswerte aus einer CSV- oder Excel-Datei importieren
Viele eigene Vermögenswerte auf einmal anlegen: einer pro Zeile in einer CSV- oder Excel-Datei, eine Prüfung, was dazukommt, dann ein Import. Kostenlos, solange dein Tarif Platz hat.
Kurse für eigene Vermögenswerte von deinem eigenen Datenanbieter
Verknüpfe einen eigenen Vermögenswert mit EODHD, Twelve Data, Alpha Vantage, Finnhub oder einem eigenen Feed über den kostenlosen Turbobulls Connector, damit seine Kurse von selbst aktuell bleiben. Dein API-Schlüssel bleibt auf deinem Gerät.
Inflation erklärt: Was die Zahlen in Turbobulls bedeuten
Welche Frage jede Inflationskennzahl in Turbobulls beantwortet: was dein Geld heute noch kauft, was ungenutztes Bargeld wirklich verloren hat und ob deine Investments mehr eingebracht haben, als die Preise gestiegen sind.